Speisesalz

Speise-, Koch- oder Tafelsalz

Speise-, Koch- oder Tafelsalz ist das Salz schlechthin! Salzig – das ist der einzige Geschmack, der nicht künstlich produziert werden kann. Wenn etwas salzig schmeckt, ist auch Salz darin. Salz erweckt den Geschmack, als Pökelsalz macht es Speisen haltbar, Salz wurde und wird in allen Kulturen für vielfältige medizinische Zwecke verwendet: Salzproduktion und Salzhandel begleiten die Geschichte der Zivilisation seit der Antike.

Plinius der Ältere schrieb im ersten nachchristlichen Jahrhundert in seiner Naturgeschichte: „Für den ganzen menschlichen Körper gibt es nichts Besseres als Salz und Sonne.“

Salzbrand 

Salz wurde sogar eingesetzt, um wasserdichtes, geschmacksneutrales Steinzeug herzustellen: Salzbrand nennt man das Verfahren, bei dem Steinzeug mit Salz glasiert wurde. Salzglasiertes Steinzeug wurde vor allem als Vorratsbehälter für Speisen verwendet – bis zur Erfindung des Kühlschranks.

Salzbrand ist äußerst robust, seine Oberfläche ist so hart, daß sie selbst mit Stahl nicht geritzt werden kann. Salz wurde zwar auch mannigfaltig in der Alchimie des Altertums und des Mittelalters eingesetzt, aber die Verwendung als Speise- und Pökelsalz überwog bei weitem.

Salz in der Industrie

Das änderte sich mit der industriellen Glasproduktion, die Soda als Grundstoff benötigte –nämlich in dem Moment, als natürliche Sodaquellen den Bedarf nicht mehr decken konnten. Im achtzehnten Jahrhundert wurde ein Verfahren entwickelt, auf der Basis von Kochsalz Soda herzustellen. Die Salzproduktion wurde hochgefahren und es begann der bergmännische Abbau in großem Stil – der sich mit dem Bedarf von Salz als Grundlage für die Kunststoffproduktion (Chlorherstellung) im neunzehnten Jahrhundert noch weiter steigerte.

Heute werden in Deutschland nur drei Prozent des geförderten Salzes tatsächlich verspeist. Der Rest dient als Rohstoff für die Industrie, als Gewerbesalz und als Auftausalz. Daher ist Salz heute vergleichsweise billig zu haben, sozusagen als Restprodukt der industriellen Produktion.

Die Mär vom weißem Gold

Übrigens: Daß Salz in alten Zeiten teuer wie Gold gewesen sein soll, ist eine Mär. Salz war zwar ein teures Handelsgut – aber es war, beispielsweise im sechzehnten Jahrhundert, preiswerter als Safran, Gewürznelken oder Pfeffer. Und was die Antike betrifft: Wäre Salz so wertvoll wie Gold gewesen, dann hätte man es sicher nicht ans Vieh verfüttert. Salz war nie das „weiße Gold“, wie inzwischen häufig behauptet wird – das war nämlich Porzellan. Der sächsische Kurfürst August der Starke ließ den Alchimisten Johann Friedrich Böttger nach einer Methode suchen, Gold herzustellen. Das gelang Böttger zwar nicht, aber er erfand, unabhängig von den Chinesen, das Porzellan, das sich für Sachsen als ungemeiner Exportschlager erwies.

Indussalz

Und das Indussalz? Schon indische Gelehrte des Altertums erkannten die Qualität von saindhava lavana. Sie priesen es als bestes aller Salze, weil es im Unterschied zu Meersalz weniger Hitze erzeuge und damit von allen Konstitutionstypen vertragen werde. Die Grundtypen, die im Ayurveda genannt werden, nämlich der Schleimer (Kapha-Typ), der Galler (Pitta-Typ) und der Windling (Vata-Typ) , vertragen gleichermaßen das Indussalz. Es kommt vor als Rot-, Weiß- und Klarsalz (Kristallsalz).

Die eingetragene Marke Indusal trägt dem historischen Namen ebenso Rechnung wie der geographischen Herkunft des Salzes.

Rotsalz 

Rotsalz bieten wir als Feinsalz für den Salzstreuer und als Grobsalz zum Kochen oder für die Salzmühle an, außerdem in drei bis fünf Zentimeter großen Brocken, die sich zur Herstellung einer Sole oder für die Zerkleinerung im Mörser eignen. Je feiner die Körnung, desto heller erscheint durch die Lichtbrechung das Salz.

Klarsalz

Etwas ganz Besonderes ist unser Klarsalz: Klarsalz ist die reinste dieser Salzsorten, es ist viel seltener und daher am kostbarsten. Eine von uns in Auftrag gegebene Analyse (GDMS) ergab eine Reinheit von 99,98 Gewichtsprozent. Darum bieten wir diese Kostbarkeit nur in einer einzigen Form an: in extra groben Kristallen, scharfkantigen, würfeligen und durchsichtigen, zwei bis vier Zentimeter großen Stücken.

Salz beim Sport

Übrigens: Salz ist ein wichtiger Begleiter beim Bergsteigen, bei Marathonläufen, Triathlon und anderen Ausdauersportarten. Ein Salzbrocken zum Lecken bewahrt vor Salzverlust, einer der häufigsten Ursachen für Leistungseinbrüche während des Sports.